Gitarrenakkorde :
die Grundlagen für den Einstieg

Du brauchst kein Notenlesen. Keine Jahre Übung. Nur diese Seite, deine Gitarre und 15 Minuten.

6 bebilderte Akkorde Erste Töne noch heute

⏱ 9 Min. Lesezeit👥 Anfänger

Was ist ein Akkord eigentlich genau?

Vielleicht hast du schon mal vor deiner Gitarre gesessen, ein Diagramm mit Punkten und Kreuzen angestarrt und dich gefragt, wo du anfangen sollst. Das ist völlig normal. Das kennen wir alle.

Hier ist die denkbar einfachste Definition:

Ein Akkord ist mehrere gleichzeitig gespielte Noten. Auf der Gitarre bedeutet das: mehrere Saiten gleichzeitig greifen, um einen vollen, satten Klang zu erzeugen — nicht nur eine einzelne Note, sondern ein echtes Liedgefühl.

Das ist buchstäblich alles. Ein Akkord ist an sich nicht kompliziert. Was am Anfang schwierig ist, ist die richtige Fingerposition — und die lernst du mit ein bisschen Regelmäßigkeit sehr schnell.

🎵 Die perfekte Analogie: Stell dir drei Menschen vor, die zusammen in Harmonie singen. Jede Stimme allein ist eine Note. Zusammen bilden sie einen Akkord. Genau das machen deine Finger auf dem Hals: Sie fügen mehrere Noten zu einem einzigen, stimmigen Klang zusammen.

Die gute Nachricht? Mit nur 3 Akkorden kannst du bereits Dutzende Songs spielen, die du kennst. Mit 5 oder 6 hast du Zugang zu Hunderten. Das ist das Schöne an der Gitarre: Der Lerneffekt ist sofort spürbar.

Dur oder Moll: Was ist der Unterschied?

Bevor du deine Finger auf den Hals legst, gibt es nur eine Sache über Akkordtypen zu verstehen. Keine Musiktheorie nötig — nur dein Gehör.

☀️ Dur-Akkord = klingt fröhlich

Dur-Akkorde haben einen hellen, offenen, positiven Klang. Wenn du einen Song hörst, bei dem du einfach mitsingen willst, stehen die Chancen gut, dass die Hauptakkorde Dur-Akkorde sind. C-Dur, G-Dur, D-Dur — vertraute Klänge, die du schon tausendmal gehört hast.

🌙 Moll-Akkord = klingt emotional

Moll-Akkorde haben einen dunkleren, intensiveren, manchmal melancholischen Klang. Sie verleihen einem Song Tiefe. Das bedeutet nicht „traurig" im negativen Sinne — es ist ausdrucksstark. Die meisten Rock-, Blues- oder Popsongs verwenden eine Mischung aus beidem.

💡 Gehör-Tipp: Spiel ein C-Dur, dann ein A-Moll. Schließ die Augen. Hörst du den Unterschied? Das ist die Magie der Akkorde. Selbst ohne Noten lesen zu können, spürst du es.

Dur-Akkorde — zum Einstieg

C, G, D, E, A — helle, fröhliche Klänge, perfekt für Pop, Folk und klassischen Rock.

Moll-Akkorde — für Emotion

Am, Em, Dm — intensivere Klänge, sehr beliebt in Rock, Blues und Balladen.

Wie man ein Akkord-Diagramm in 2 Minuten liest

Bevor du spielst, musst du nur verstehen, was du siehst. Ein Akkord-Diagramm zeigt deinen Gitarrenhals von vorne — als würdest du ihn senkrecht vor dir halten.

  • 📏 Die senkrechten Linien = deine 6 Saiten (von links nach rechts: E tief, A, D, G, H, E hoch)
  • 📏 Die waagerechten Linien = die Bünde (die Abstände zwischen den Metallstäbchen)
  • Ein farbiger Punkt auf einer Saite = leg deinen Finger hier hin und drücke die Saite
  • 🔢 Die Zahl im Punkt = welcher Finger (1 = Zeigefinger, 2 = Mittelfinger, 3 = Ringfinger, 4 = kleiner Finger)
  • Ein ✕ über einer Saite = diese Saite nicht spielen, mit dem Plektrum überspringen
  • Ein ○ über einer Saite = diese Saite leer spielen, ohne sie zu greifen
🎯 Der schwarze Balken ganz oben im Diagramm stellt den Sattel dar (der obere Rand des Halses). Wenn du ihn siehst, weißt du, dass der Akkord in offener Lage gespielt wird — also am oberen Ende des Halses, wo es am einfachsten ist.

Die 6 wichtigsten Akkorde für Anfänger

Diese 6 Akkorde — die sogenannten offenen Akkorde — sind der Ausgangspunkt für fast alle Gitarristen. Sie sind einfacher zu spielen als Barré-Akkorde und klingen sofort gut.

Fang mit Em an. Er ist der einfachste: zwei Finger, und alle sechs Saiten klingen.

Finger hier hinlegen Leere Saite (klingt ohne Greifen) Diese Saite nicht spielen
Em E-Moll 2 Finger · Der einfachste 2 3

Alle 6 Saiten klingen. Der beste erste Akkord.

Klang: intensiv · rock · kraftvoll

Am A-Moll 3 Finger · Sehr einfach 2 3 4

Gleiche Form wie Em, eine Saite versetzt. Wunderschön melancholisch.

Klang: Emotion · Tiefe · Sehnsucht

E E-Dur 3 Finger · Einfach 1 2 3

Alle Saiten klingen. Voller, kraftvoller Klang.

Klang: Energie · Rock · positiv

G G-Dur 3 Finger · Resonant 1 2 3

Alle 6 Saiten klingen. Sehr beliebt in Folk und Pop.

Klang: hell · offen · festlich

D D-Dur 3 Finger · Hell 1 2 3

Nur 4 Saiten. Klarer, heller Klang — perfekt für Pop.

Klang: fröhlich · klar · sonnig

C C-Dur 3 Finger · Unverzichtbar 1 2 3

Der vielseitigste Akkord der Gitarre. Unbedingt lernen.

Klang: warm · Pop · universell

🚀 Wo anfangen? In dieser Reihenfolge: Em → Am → E → G → D → C. Die ersten beiden sind am einfachsten. Sobald du Em und Am beherrschst, weiter zum nächsten. Nicht alle 6 auf einmal lernen — einen nach dem anderen, gut gelernt, ist viel effektiver.
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Warum es schlecht klingt und wie du es behebst

Als Anfänger ist es fast unvermeidlich: Der Akkord klingt dumpf, gedämpft, oder manche Noten kommen gar nicht. Das liegt nicht an dir, und es ist kein Talent-Problem. Es ist eine Frage der Technik — und die lässt sich in wenigen Tagen korrigieren.

🔍 Die 3 häufigsten Ursachen

  • Dein Finger liegt auf dem Bund (dem Metallstäbchen) statt direkt dahinter Leg deinen Finger direkt hinter den Bund, nicht darauf. Der Ton soll sauber sein. Wenn es brummt, rück deinen Finger näher an den Bund heran.
  • Ein Finger berührt versehentlich die Nachbarsaite Die Lösung: Krümme deine Finger, als würdest du einen unsichtbaren Tennisball halten. Drücke mit der Fingerkuppe, nicht mit der Fingerbeere.
  • Du drückst nicht fest genug In den ersten Wochen haben deine Finger noch nicht die nötige Kraft. Das ist normal — mit der Übung bilden sich Hornhäute und es wird immer leichter.
Der Note-für-Note-Test: Greife den Akkord, dann zupfe jede Saite einzeln mit dem Daumen an. Wenn eine Note schlecht klingt, weißt du genau, welcher Finger korrigiert werden muss. Mach das am Anfang systematisch — das ist der schnellste Weg.

Spiel deinen ersten Song noch heute

Das echte Hindernis am Anfang ist nicht, einen Akkord isoliert zu lernen. Es ist der Wechsel von einem Akkord zum nächsten, ohne den Rhythmus zu verlieren. So übst du effektiv, selbst wenn du nur 15 Minuten hast.

  1. Greife den Akkord langsam, prüfe jede Note Greife Em, zupfe die Saiten einzeln an. Klingt jede sauber? Perfekt. Wenn nicht, korrigiere erst, bevor du weitermachst.
  2. Greife und löse 10 Mal hintereinander Akkord greifen, anschlagen, loslassen. Wiederholen. Das Ziel: deine Hand findet die Position von allein, ohne hinschauen zu müssen.
  3. Wechsle zwischen zwei Akkorden (z. B.: Em ↔ Am) 4 Schläge auf Em, 4 Schläge auf Am. Zuerst langsam. Der Wechsel zwischen beiden ist die eigentliche Übung. Die Geschwindigkeit kommt mit der Regelmäßigkeit.
  4. Starte einen Backing Track auf YouTube Suche nach „Em Am backing track guitar" — du findest Hunderte kostenloser Tracks. Mit Musik zu spielen ist 10× motivierender als im Stillen zu üben.
  5. Such dir einen Song mit 2–3 Akkorden und spiel ihn Nichts beschleunigt das Lernen so sehr wie ein echtes Stück zu spielen. Dutzende bekannte Songs verwenden nur Em, Am und G. Such die Tabs online.
« 15 Minuten pro Tag — mehr braucht es nicht. Keine Stunde am Wochenende. Keine zwei Stunden am Stück. 15 Minuten jeden Tag — dein Gehirn lernt so unendlich viel besser. In zwei Wochen wirst du dich selbst nicht wiedererkennen. »
Der nächste Schritt

Du beherrschst die Akkorde?
Dann fang mit Improvisation an.

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Leg deine Gitarre auf die Knie. Greife Em. Schlag sanft an. Fertig — du spielst einen Gitarrenakkord.

Den Rest erledigt die Übung. Und GuitarScaler ist da, um dich bei jedem Schritt zu begleiten.

 

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